Weezer

1994 waren sie mit einem Mal ganz groß. Vier Jungs aus Los Angeles, die ganz offensichtlich nicht zu den coolsten ihrer Art gehören. Diese vier waren Sänger Rivers Cuomo, Gitarrist Brian Bell, Bassist Matt Sharp und Patrick Wilson an den Drums. Mit ihrem selbstbenannten Debüt haben sie nicht nur einen der umjubeltsten Erstlinge aller Zeiten abgeliefert, sondern dem Alternative Rock noch dazu eine nicht ganz Ernst gemeinte Nebensparte geliefert: den Geek Rock. Neben den mitunter genialen Riffs waren es vor allem die schrägen Texte und die klare Selbstironie, die Weezer an die Spitze gebracht haben.

Zwei Jahre später folgte mit "Pinkerton" ein musikalischer, vor allem aber ein inhaltlicher Schwenk. Das Album gilt als einer der Vorreiter des Emo Punk, wird heute bejubelt, war damals allerdings ein kommerzieller Flop, der die Band in eine Krise stürzte. Seit dem Comeback 2001 veröffentlichten Cuomo & Co allerdings ungebrochen erfolgreich Album um Album, mittlerweile mit weniger ausgefeilten Songstrukturen und beständig durchwachsenen Kritiken, dafür mit umso mehr Pop-Appeal und Hits wie Beverly Hills oder Pork And Beans. Eine Rückkehr zum früheren Sound und rockigeren Tendenzen passierte 2014 mit "Everything Will Be Alright In The End", das erste Album in über zehn Jahren, das auf positive Resonanz stieß. Die bisher letzte LP ist die vierte selbstbetitelte, bekannt als "White Album."


Weezer - Weezer (Blue Album)

Weezer

1994

 

Rating: 7 / 10

Weezer - Pinkerton

Pinkerton

1996

 

Rating: 10 / 10

Weezer - Weezer (Green Album)

Weezer

2001

 

Rating: 4.5 / 10


Weezer - Raditude

Raditude

2009

 

Rating: 3.5 / 10

Weezer - Weezer (White Album)

Weezer

2016

 

Rating: 6 / 10

Weezer - Pacific Daydream

Pacific Daydream

2017

 

Rating: 5.5 / 10