Chelsea Wolfe

Mit einem ungewollten und von ihr selbst ungeliebten Album hat 2006 die Karriere von Chelsea Wolfe begonnen. Die damals entstandenen LP, laut ihrer Aussage überproduzierter Herzschmerz-Pop, wurde nie veröffentlicht und ließ auch gleich die Lust der US-Amerikanerin am Musizieren versiegen. Schon 2009 zog es sie zurück und mit "The Grime And The Glow" und wenig später "Ἀποκάλυψις" beeindruckte sie rasch manchen Kritiker. Das zweite Debüt, aufgenommen zuhause und dementsprechend Lo-Fi, ebnete mit dröhnender Distortion, gleichzeitiger Folk-Sensibilität und glockenklarer Stimme den Weg für ihre spätere Entwicklung.
Die brachte sie bald in Dark Folk, Gothic Rock und Darwave, kombiniert mit deutlichen Einflüssen aus Black Metal und Drone. Unterbrochen vom reinen Akustikalbum "Unknown Rooms: A Collection Of Acoustic Songs", schuf sie so zusammen mit Langzeitkollaborateur Ben Chisholm zuerst die düster dröhnende Elektronikcollage von "Pain Is Beauty", die mit Anflügen von Punk und Post-Rock einmal mehr experimentellen Charakter zeigte. 2015 folgte "Abyss" und damit vorerst die Vollendung des von ihr geprägten Stils. Durchwegs überschwänglich gelobt, vereint die LP alle bisherigen Stilvarianten, wurde als "Doom-Folk" und Mischung aus Metal, Industrial, Drone und Folk beschrieben. Damit gelang Wolfe auch ihr bisher größter kommerzieller Erfolg mit Platz 1 der Heatseeker Charts und damit der Sprung in die Billboard Top 100.


Chelsea Wolfe - Abyss

Pain Is Beauty

2013

 

Rating: 6.5 / 10

Chelsea Wolfe - Abyss

Abyss

2015

 

Rating: 7.5 / 10