Blur

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Entstanden aus den Überresten der College Band Circus, wurde aus Blur und deren Frontmann Damon Albarn in den 90ern einer der bedeutendsten Vertreter des Britpop. Die Entwicklung in diese Richtung Top-10-Debüt "Leisure", das zwar dank Single There's No Other Way kommerziell erfolgreich war, von Kritikern und Bandseite für den undefinierten Sound zwischen College Rock, Dream-Pop und Grunge sowie die farblosen Texte kritisiert wurde. Erst die durch Heimweh ausgelösten Spannungen während einer US-Tour sorgten für den Umschwung hin zu einem Fokus auf britische Musik und das dortige Leben als Inspiration. Das daraus resultierende "Modern Life Is Rubbish" markierte den ersten Kritikererfolg, stand aber bald im Schatten des Durchbruchs mit "Parklife" und dessen Leadsingle Girls & Boys. Beide waren 1994 gleichbedeutend mit dem Aufstieg der Band an die Spitze der UK-Charts und des Britpop, lieferten ein breites Arsenal unterschiedlichster Einflüsse und fokussierten sich textlich auf das südenglische Leben.

Die LP wurde zum Klassiker und zwischen Blur und Oasis entbrannte eine ideelle und kommerzielle Rivalität, die 1995 im "Battle of Britpop" gipfelte. Mit #1-Single Country House von Blur gewonnen, wurde das dazugehörige "The Great Escape" für den aggressiveren Sound erst gefeiert, bald aber als zynisch und unmusikalisch kritisiert. Es folgte der Abschied vom Britpop hin zu lo-fi Alt-Rock, der mit dem self-titled Album den größten Erfolg in den USA brachte. Trotzdem wurde die Verbindung innerhalb der Band loser, elektronische Experimente und der Abschied von Gitarrist Graham Coxon folgte, eine LP später die Bandpause. Die Reunion kam 2008, Jahre später mit "The Magical Whip" die vielfach als Rückkehr zu altem Sound gelobte Comeback-LP.


Blur - Parklife

Parklife

1994

 

Rating: 8 / 10