Yellowcard

Dass Yellowcard zu Beginn des Jahrtausends kurzzeitig an der Spitze des Pop-Punk standen, war das Produkt einer war das Produkt einer deutlichen Abkehr von dem, womit das Quintett 1997 begonnen hatte. Der Hardcore-Sound, der die ersten beiden LPs prägte, ließ sie Jahre fernab öffentlicher Wahrnehmung verbringen. Erst als Ryan Key zuerst Gitarrist und später Sänger der Band wurde und einen Wandel hin zu einem poppigeren Stil initiierte, stellte sich bald Erfolg ein. Mit "One For The Kids" noch im Underground-Sektor unterwegs, explodierte die Band 2003 mit "Ocean Avenue" und der gleichnamigen Doppel-Platin-Single. Mittlerweile mit einem vielseitigeren Sound und umso mehr Fokus auf die charakteristische Violine von Sean Mackin, erreichte man aus dem Stand Platz 23 der US-Charts.

Während wenig später "Lights And Sounds" Yellowcard erstmals in die Top 10 brachte, blieb nicht nur der internationale Erfolg großteils aus, auch der rockigere, ernstere und ambitioniertere Sound erhielt gemischte Reaktionen. Davon erholte sich die Band kommerziell nur mehr bedingt, legte auch nach einer Rückkehr zum Erfolgsstil mit "Paper Walls" aus persönlichen Gründen eine Pause ein. Daraus kam man 2010 mit "When You're Through Thinking, Say Yes" nuancierter, vielseitiger und ruhiger zurück. Singleerfolge blieben dabei endgültig aus, dafür gelang 2012 mit dem vielfach gelobten "Southern Air" noch einmal der Sprung in die Top 10. Mit Anleihen aus Folk, Pop oder Hard-Rock wurde die Band zunehmend vielseitiger, verkündete aber 2016 auch das Ende der Band nach der Tour zum self-titled Album.


Yellowcard - Ocean Avenue

Ocean Avenue

2003

 

Rating: 7 / 10