Björk

Als Islands wichtigster und erfolgreichster Musikexport aller Zeiten zählt Björk auch global zu einer der einflussreichsten Pop- und Elektronikkünstlerinnen der letzten 25 Jahre. Ursprünglich bereits mit 12 auf einem poppigen, von ihr selbst ignorierten self-titled Album zu hören, fand sie ihren Stil im Laufe der 80er in diversen Rock-Bands, die sich zwischen Post-Punk, Goth Rock und Alternative Rock ansiedelten. Dabei avancierte sie als Leaderin der Sugarcubes schon zum Star in Island - ihr dort erfolgreichstes Album ist die 1990 releaste Jazz-LP "Gling Gló" -, landete einen Hit im UK. Ihre Solokarriere sollte von anderen Stilen dominiert werden, das 1993 veröffentlichte "Debut", ihr erster Soloauftritt als Erwachsene, ist gekennzeichnet von Einflüssen aus dem Elektronikbereich der 90er, umfasst Dance-, Techno-, Trip-Hop- und Trance-Anleihen, genauso aber Jazz oder Dream Pop. Für den ekletischen Stil, ihre poetischen Texte und gesanglichen Qualitäten gefeiert, wurde das Album zum Hit so wie auch Nachfolger "Post" und die Singles Human Behaviour, Play Dead, Army Of Me oder It's Oh So Quiet.

1997 sollte mit "Homogenic" ihr umjubeltstes Album erscheinen, das Ambient und Trip-Hop mit Streicherarrangements und harten Beats mischte. Während exzentrische Musikvideos Aufmerksamkeit und Preise bekamen, Björk ihre multimedial agierte und als Schauspielerin und Autorin überzeugte, setzten die folgenden LPs den ruhigeren, persönlicheren Stil fort; "Medúlla" 2005 überhaupt beinahe ohne Instrumente, sondern mit unterschiedlichste stimmlicher Unterstützung zwischen Beatboxing und Chorälen. Die Isländerin blieb in der Folge an der Vorfront experimentell-elektronischer Musik und blieb als solche auch mit den wiederum ruhigeren Alben "Vulnicura" und "Utopia" ein ausgesprochener Kritikerliebling. 


Björk - Debut

Debut

1993

 

Rating: 7.5 / 10

Björk - Post

Post

1995

 

Rating: 7 / 10